Auf die letzte Woche der diesjährigen Sommerferien freuten sich  8 Mitglieder und der Trainer unseres Vereines, obwohl danach die Schule und auch die Arbeit wieder begann. Denn in dieser einen letzten Ferienwoche sollte unser erstes richtiges Trainingslager seit langer Zeit stattfinden.
Und obwohl nur unser Trainer Herr Plötz als Aufsichtsperson mitkommen konnte, er daher alles allein organisieren musste (und unser „Busfahrer“ war er auch noch) und ein Teilnehmer erst am Mittwoch kommen konnte, weil er krank war lief diese Woche ohne große Probleme ( von der Hitze abgesehen) so, dass alle im sehr zufrieden waren.
Kurzfristig konnte unser zweiter Übungsleiter Herr Vasel nicht teilnehmen, also fuhren meine Mutter, meine Schwester und ich mit der Bahn .

 Am Montag trafen wir uns in Quedlinburg ( das Trainingslager war in Ballenstedt, in der Nähe von Quedlinburg). Wir machten einen Blitz-Stadtrundgang und aßen im Whispelpub zu Mittag und fuhren weiter nach Ballenstedt.
Dort ging es eine dunkle Straße bergauf durch einen Wald weiter. Ich habe mich nicht mehr gewundert, denn ich war schon in den Osterferien kurz hier, doch den anderen muss es komisch vorgekommen sein, denn als wir aus dem Wald raus waren, konnte man einen riesigen Gebäudekomplex sehen, der mindestens 80 Jahre alt war und außerdem unter Denkmalschutz stand.
Von außen sah vieles heruntergekommen aus (teils leider nicht mehr genutzt), aber drinnen war’s dann superschick.
Vor allem die Trainingshalle und dazu Garderobe und Duschen und natürlich vor allem die "Kantine" ....
Die Unterkünfte bestanden aus Doppelzimmern mit einem Bad pro Doppelzimmer. Wir teilten uns auf die Zimmer auf und spielten bis zum Abendbrot Tischtennis und Monopoly. Nach dem Abendbrot spielten wir nur Monopoly. Am nächsten Morgen fürchteten wir uns schon vor der Ankündigung als Erwärmung einen Kilometerlangen Waldlauf zu machen, aber es wurde dann doch nur ein kurzer Lauf ums Gelände.
Zum Mittag gab es Fischstäbchen und dadurch gestärkt ging es nach einer kurzen Pause Monopoly spielen frisch weiter mit dem Training.
Am Mittwoch waren wir meiste Zeit ohne Trainer (Juchhu), denn er musste seine Frau ( sie ist für die ersten 2 Tage mitgekommen) zum Bahnhof bringen und am Nachmittag den fehlenden Jungen abholen.
Am Donnerstag liefen wir wieder eine Runde ums Gelände und absolvierten ein Kreistraining mit Balleimertraining, Ballroboter, Aufschlagtraining und einer rätselhaften Übung, laut Trainer eine Vorstufe zum Top-Spin.

Zu jedem „ordentlichen“ Trainingslager gehört ein zünftiges  Freundschaftsspiel –und da ja „Doppelt“ bekanntlich doppelt Spass macht, spielten gleich je 2 Mannschaften des Ballenstedter TTV gegen uns – und das noch vor dem Abendbrot (aber so richtig gefoltert wurde dadurch nur Yves).
Es fing schon sehr spannend an. In beiden Spielen gingen die Doppel 1:1 aus. Es verlief auch weiterhin sehr ausgeglichen , 2:2, 3:3, usw. In beiden Spielen. Zum Schluss stand es bei beiden 6:7 für Ballenstedt. Die eine Mannschaft schaffte das Unentschieden. Die Andere verlor 6:8. Erst danach durften wir uns die Bäuche voll schlagen.

Am Freitag vormittag machten wir einen Ausflug zum Hexentanzplatz. Wir nahmen die Seilbahn bis nach oben ( herrliche Aussicht! ) um mit der Sommerbobbahn zu fahren. Als wir sie erreichten ließen sich verächtliche Kommentare der Sommerrodelbahn- Experten hören. Dennoch fuhr jeder von uns dreimal. Die Mädchen veranstalteten ein Wettkreischen ( über die Siegerin lässt sich streiten) und die Jungen waren sich zu männlich für solche Sachen. Danach spielten wir ein bisschen Souvenirjäger  und dann fuhren wir zurück um Tischtennis zu spielen, weil wir schon Entzugserscheinungen bekamen. Anstelle des Abendbrotes grillten wir zum Abschied ( die Leute dort waren nämlich sehr nett und haben uns richtig verwöhnt und umsorgt ). Auch das bisschen Zeit, was wir am Samstag vor der Abfahrt hatten nutzten wir zum Training und als der Trainer zum Schluss fragte wie wir das Trainingslager fanden, lautete die einstimmige Meinung: Perfekt!

Ich denke, dass alle so ein Trainingslager jederzeit wieder mitmachen würden und ich hoffe, dass nächstes Mal ein paar mehr mitkommen werden und es dann etwas weniger Streß für unseren Trainer gibt

Richard Plötz

Fotos

 
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